40. Bittgang der Selfkantpfarreien am 18. März 2018

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Liebe Gemeindemitglieder,

 

am 18. März 2018 findet der 40. Bittgang der Selfkantpfarreien St. Servatius statt.

 

Der Jubiläumsbittgang bietet sich an, noch einmal an die Entstehung des Bitt­ganges zu erinnern und SIE dafür zu begeistern, die gute Tradition unbedingt fortzusetzen, aber eben nicht nur der Tradition wegen!

 

Zum einen waren es die vielfältigen Anliegen, die im Jahre 1979 die Welt be­wegten (zum Beispiel die große Not der Kambodschaflüchtlinge), zum ande­ren aber auch das feste Vertrauen auf die Kraft des gemeinsamen Gebetes, dass einen Höngener Pfarrangehörigen damals auf die Idee brachte, an einem Tag im Jahr mit Gebet und Gesang von einer Kirche zu anderen durch den Selfkant zu pilgern.

 

Der damalige Pfarrer von Höngen, Klaus Buyel, begrüßte die Idee, die dann auch gleich in die Tat umgesetzt wurde. Und so pilgerte man dann am Sonn­tag, dem 28. Oktober 1979, zum ersten Mal betend und singend durch die ge­samte Selfkantgemeinde. Die Organisatoren waren überrascht über die große Beteiligung von ca. 100 Pilgern. In Folgejahren etablierte sich der Selfkantbittgang; in Hochzeiten zählte er 250 Pilger und mehr. Seit vielen Jahren findet er stets am Passionssonntag (zwei Wochen vor Ostern) statt.

 

Im Heiligen Jahr 1983 wurde in Absprache mit dem damaligen Pfarrer von Tüddern, Dechant Schnitzler, ein neues Vortragekreuz, das sogenannte „Selfkantkreuz“, durch den Höngener Bildhauer Willi Jansen gefertigt und am damaligen Start- und Zielort, der St. Severinuskirche in Wehr, vom dortigen Pfarrer Marrewijk gesegnet. Dieses Selfkantkreuz wird beim Bittgang über die ganze Strecke mitgetragen und verbleibt zunächst in der dortigen Pfarrkirche. Von dort wird es dann unmittelbar vor dem Beginn des nächsten Bittganges zur dann folgenden Startpfarrei gebracht. Der Höngener Mitbürger Gerhard Hagmanns dichtete vor vielen Jahren ein Lied zum Bittgang der Selfkantpfarreien, das nach der Melodie „Wohl denen, die da wandeln“ immer noch alljährlich gesungen wird.

 

Seit den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Pilger wieder auf ca. 100 ein­gependelt, je nach Wetterlage sind es mal mehr, mal weniger. In jedem Jahr stand und steht der Bittgang unter einem gesonderten Leitwort. Die Kreuz­träger und Vorbeter wechseln von Etappe zu Etappe; sie kommen aus den Reihen der Mitpilger. Im Gegensatz zu früher nehmen nicht wenige Pilger von außerhalb des Selfkantes am Bittgang teil, so insbesondere aus den nachbarschaftlichen Weggemeinschaften Gangelt und Waldfeucht.

 

Etliche Helfer im Hintergrund aus dem Pfarrverband St. Servatius Selfkant haben Jahr für Jahr großen Anteil am Gelingen des Bittganges. So sorgen sie z.B. für das leibliche Wohl bei der Mittagspause und den Kaffeepausen und dass ein Begleitfahrzeug Fußkranke oder Wandergepäck aufnehmen kann. Die Vorbeter in den Kirchen und auf den Etappen beflügeln gemeinsames Gebet und gemeinsamen Gesang. Besondere Unterstützung gewährt auch seit vielen Jahren die Gemeinde Selfkant und im Speziellen die Freiwillige Feuerwehr. Die Organisationsregie lag von Beginn an über Jahrzehnte bei Gerhard Hagmanns aus Höngen, später bei Ruth Deckers aus Höngen, nunmehr liegt sie bei einem Team aus dem Pfarrverband. Allen (damaligen und heutigen) Helfern, Unterstützern und stillen Gönnern sei an dieser Stelle, auch im Namen des gesamten Seelsorgeteams St. Servatius Selfkant, herzlichst gedankt.

 

Für die Zukunft des Bittganges stellen sich beispielsweise folgende Fragen: Ist pilgern im Selfkant noch zeitgemäß? Lohnt es sich bei dem vielen Aufwand, den der Bittgang so mit sich bringt, diesen noch fortzusetzen? Oder erfordert es einfach nur die selfkäntische Tradition, den Bittgang noch aufrecht zu erhalten?

Einer der ersten Pilger war Abraham. Pilgerten die Menschen in früheren Zei­ten fast ausschließlich aus religiösen Motiven, so wird heute oftmals auch ge­pilgert, ohne einer bestimmten Religion anzugehören. Man möchte den All­tagsstress vergessen und den Kopf freibekommen. Pilger sind auch immer wieder auf der Reise zu sich selbst.

Der Selfkänter Bittgang ist als spiritueller Weg ins Leben gerufen worden. Man wollte vielfältige Nöte und Sorgen unserem Herrgott vortragen und ihm aber auch mit Lob und Dank anpreisen. Das Rosenkranzgebet hat sich über Jahrzehnte beim Selfkänter Bittgang etabliert. Dadurch ist der Bittgang unter dem besonderen Schutz der Gottesmutter gestellt worden.

Egal was SIE persönlich mit dem Pilgern verbinden: Der Selfkänter Bittgang möchte sich nicht nur wegen der Tradition fortsetzen, sondern SIE persönlich einladen, sich auf dem Weg zu machen und IHNEN die Möglichkeit bieten, mit Gott Verbindung aufzunehmen, die göttlichen Kräfte und schließlich auch Gemeinschaft zu erfahren oder IHNEN einfach auch nur Gelegenheit geben, IHRE „Seele baumeln zu lassen“ und den schönen Selfkant wandernd zu genießen. Hierbei werden der Aufwand und die Bewahrung einer guten Tradition zur Nebensache!

Der 40. Bittgang steht unter dem Leitwort „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn!“ Er findet am Passionssonntag, dem 18. März 2018, statt. Wir starten in diesem Jahr von St. Michael in Hillensberg um 8.00 h. In den einzelnen Kirchen des Pfarrverbandes St. Servatius Selfkant machen wir ca. 15 Minuten Pause, um gemeinsam Andacht zu halten und uns für die folgende Etappe zu stärken. Wir wollen den schönen Selfkant gemeinsam durchwandern mit Gebet, Gesang, Stille halten und persönlicher Begegnung mit Gott und untereinander. In der Mittagspause im Schalbrucher Kindergarten – das neue Schalbrucher Bürgerhaus ist leider anderweitig belegt – wird eine warme Suppe (zwei Suppen stehen zur Wahl) mit Brot und Apfel zum Selbstkostenpreis von € 5,00 gereicht. Der dafür ausgehändigte Bon gilt auch für die Kaffeepause am Nachmittag im Höngener Jugendheim. Am Ende des Bittganges möchten wir die Pilger anregen, an der Eucharistiefeier gegen 18.30 h am Zielort Hillensberg teilzunehmen.

 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Sie können den ganzen Weg (von ca. 30 km) mitgehen oder auch nur einzelne Etappen. Auch Newcomer sind unbedingt willkommen wie auch Pilger aus den benachbarten Gemeinschaften der Gemeinden im Bistum Aachen! Ein freiwilliger Obolus zur Deckung der Gesamtkosten wird gerne gesehen. Uns allen eine schöne berührende Weggemeinschaft (bei hoffentlich passablem Wetter)!

 

Für das Bittgangsteam St. Servatius Selfkant

gez. Heinz-Jürgen Barion