Kirchen im Selfkant

Grußwort

 

Kapellen im Selfkant

 

 

Liebe Gemeindemitglieder,

 

ein typisches Merkmal unserer schönen Dörfer im Selfkant sind die vielen Kapellen, die in liebevoller Sorge von den Familien schon teils seit vielen Generationen ehrenamtlich gepflegt werden. Dafür wollen wir einmal Danke sagen.

Ab jetzt wird in loser Reihenfolge im Pfarrbrief immer wieder eine unserer schönen Kapellen vorgestellt. Eine große Hilfe bei der Recherche war für uns Herr Willi Hostenbach, der zu jeder Kapelle Informationen recherchiert und jeweils einen Text verfasst hat. Diese Texte werden wir nun sukzessive im Pfarrbrief veröffentlichen, jeweils verbunden mit einem besonderen Dank an die Personen, die die Kapellen betreuen.

Ich darf an dieser Stelle die Einleitung von Herrn Willi Hostenbach zitieren, die er zu seiner Aufstellung der Kapellen im Selfkant geschrieben hat:

 

„Der Begriff ‚Kapellen’ (mittelalterlich) bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch kleine Sakralbauten in Burgen und Pfalzen, Anbauten und Nebenbauten von Kirchen (z.B. Taufkapellen, Chorkapellen, aber auch Friedhofskapellen).

Die Errichtung dieser kleinen Gebetshäuser, zumeist geweiht der Muttergottes, sind keine neuzeitliche Erfindung, sondern sind zurückzuführen auf die Zeit nach der Christianisierung unseres Lebensraumes vor mehr als 1000 Jahren durch die ersten irischen Mönche.

Die Gottesmutter, in den synoptischen Evangelien erstmals erwähnt, trägt den Namen Maria und ist die Mutter Jesu von Nazareth. Die wenigen historischen Angaben (Frau des Zimmermanns Joseph von Nazareth) werden von der theologischen Deutung ihrer Gestalt überlagert. In Theologie und Frömmigkeit in der katholischen Kirche oder der orthodoxen Kirche wird Maria als die Mutter unseres Herrn und Heilands und Fürbitterin der Glaubenden vor Gott verehrt. Die evangelische Theologie sieht hierin das Urbild bedingungslosen Vertrauens auf Gott und Vorbild des Glaubens.

Der Autor dieser kleinen Dokumentation hat dem Wunsch des Seelsorgers für den Pfarrverband Sankt Servatius Selfkant, Herrn Roland Bohnen, entsprochen, die Geschichte aller im Raum der Gemeinde Selfkant erbauten Marienkapellen zu recherchieren und deren Geschichte getreu niederzuschreiben. Eine dankenswerte Aufforderung, diesem Ansuchen nachzukommen.

Jedoch nicht nur der Gottesmutter wurden kleine Gebetshäuser geweiht, auch der heilige Quirinus Schutzpatron des Ortes Millen und damit verbunden auch der ortsansässigen Schützenbruderschaft, findet in dieser Aufstellung seinen Niederschlag. Seine Kapelle ist Teil der Pfarrkirche der Ortschaft Millen. Ebenso gilt dies für die Sankt-Josef-Kapelle im Altenheim Haus Biesen in der Selfkantortschaft Höngen.

Wie hoch und achtenswert die Marien- und Heiligenverehrung in unserem tief katholisch-religiösen Raum anzusehen ist, kann man daran erkennen, dass die Bewohner aller acht Ortschaften, hinzu rechnen wir auch die verschiedenen Ortsteile oder Weiler, ihre eigenen kleinen Bethäuser im Laufe der vergangenen Jahrhunderte errichtet haben.“

 

Mit dieser Serie über die Kapellen im Selfkant sagen wir allen Danke, die sich in jahrelanger treuer und liebevoller Sorge um unsere Kapellen bemüht haben, und die damit nicht nur unsere Heimat verschönert und ihr damit eine besondere Note gegeben haben, sondern auch den Glauben in unserem schönen Selfkant lebendig erhalten.

 

Ihr Pastor Roland Bohnen

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