ST. HUBERTUS

Süsterseel


GESCHICHTE DER KIRCHE


Es ist nicht bekannt, seit wann es in Süsterseel eine christliche Gemeinde gibt. Die Herren von Monschau-Valkenburg waren Patron der Kirche. 1299 inkorporierte Walram II. der Rote die Hubertuskirche dem kurz vorher gegründeten Kanonikerstift zu Sittard. Im Visitationsbericht von 1533 heißt es, die Kirche habe zwei Vikarien, eine des Marienaltars und eine des Altars der hl. Mutter Anna. Im spanischen Erbfolgekrieg wurde 1702 Ort und Kirche durch die Truppen des englischen Herzogs von Marlborough geplündert und verwüstet; als sich der Pfarrer Matthias Cleven dem widersetzen wollte, wurde er erschossen. Die Pfarre gehörte zum Dekanat Süsteren, Archidiakonatsbezirk Kempenland, des Bistums Lüttich, 1804-21 zum Kanton Sittard im Bistum Aachen, 1827-1925 zum Dekanat Heinsberg und von da an zum Dekanat Gangelt. 1949-63 stand das Selfkant unter niederländischer Verwaltung; für die kirchliche Organisation war das ohne Bedeutung.

Nach den Kriegszerstörungen im 17. und 18. Jh. wurde 1772 eine neue Kirche gebaut. Weil im 19. Jh. dieser Bau für die Zahl der Kirchenbesucher zu klein war, wurde nach Plan von Johann Burkart, Aachen, das Schiff im Osten verlängert und im Westen ein neuer Turm vorgesetzt. 1957/58 brach man den Erweiterungsbau im Osten ab, baute an seine Stelle eine Art Querschiff in Länge etwa des alten Langschiffs. Am 1. Juni 1959 wurde die Kirche geweiht. 1979 wurde sie renoviert und der Chorraum nach Plänen von Matthias Kleuters umgebaut.



DIE KIRCHE HEUTE