An jenem Tag werden sie fasten. (Mk 2,20)

02 Woche im Jahreskreis Donnerstag
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 2,18-22
Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.
Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten.
Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab, und es entsteht ein noch größerer Riss.
Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.

Tagesimpuls:

An jenem Tag werden sie fasten. (Mk 2,20)

Nicht nur die Jünger des Johannes, auch die Jünger Jesu fasten. Das Fasten ist in der Katholischen Kirche nicht mehr so eine strenge Vorschrift wie früher. In der frühen Zeit der Kirche wurde mehr gefastet. Mittwoch und Freitag waren damals die Fasttage. Wenn man mit Flüchtlingen aus fernen Ländern zusammentrifft, z.B. Ägypten, dann erfährt man, dass dort die Christen viel strenger fasten als wir. Gegenüber früheren Zeiten und gegenüber dem, was in anderen christlichen Kirchen üblich ist, fasten wir Katholiken heute wirklich wenig.

An jenem Tag werden sie fasten.

Aber auch wenn es bei uns keine strenge Vorschrift mehr ist, kann man doch sicher sagen: Gott belohnt das Fasten immer. Ich persönlich werde auf das Fasten gestoßen, um das Böse zu besiegen. Man kann bestimmte Einflüsse des Bösen nur durch das Fasten überwinden. Das bezieht sich auf uns selber und auf die Menschen, für die wir beten. Wenn wir also mit einem Problem konfrontiert sind, wo wir wirklich nicht weiterkommen, dann könnten wir dafür fasten. Wie gesagt, Gott belohnt es immer.

An jenem Tag werden sie fasten.

Beim Fasten ist es ähnlich wie beim Gebet: Es gibt das regelmäßige Fasten und das Fasten in besonderen Anliegen. Ich denke, wenn man auf die Kirchengeschichte schaut und auf die guten Erfahrungen von Christen weltweit, dann sollte man sich ein regelmäßiges Fasten z.B. einmal wöchentlich angewöhnen. Darüber hinaus kann es dann besondere Situationen und Anliegen geben, wo man dann besonders fastet. Wenn Jesus sagt, dass seine Jünger das tun, dann sollten wir uns davon nicht ausnehmen. In den Augen Jesu gehört es zum Jüngersein dazu. Also tun wir es auch, auch wenn es uns schwerfällt!

Gebet:
Jesus, ich tue mich ziemlich schwer mit den Fasten. Das tut mir leid. Immer wieder lasse ich mich verführen, doch wieder zu viel zu essen. Ich danke dir, dass du so klar zu uns sprichst. Du willst, dass wir auch hier in Deutschland mit dem Fasten beginnen. Du willst, dass wir das Böse überwinden. In der heiligen Schrift heißt es, dass wir das Fleisch kreuzigen sollen (Gal 5,24). Hilf uns, dass es uns gelingt, regelmäßig für dich zu fasten, damit wir das Böse überwinden und schwerwiegende Probleme mit deiner Gnade lösen können.

Pastor Roland Bohnen
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Roland Bohnen Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastorbohnen@me.com www.kirche-selfkant.de <www.kirche-selfkant.de/>