Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. (Mt 2,14)

FEST DER UNSCHULDIGEN KINDER
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 2,13-18
Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.
Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten.
Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
Als Herodes merkte, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten, wurde er sehr zornig, und er ließ in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte.
Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia gesagt worden ist:
Ein Geschrei war in Rama zu hören, lautes Weinen und Klagen: Rahel weinte um ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn sie waren dahin.

Tagesimpuls:

Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. (Mt 2,14)

Gott spricht zu Josef im Traum, und Josef ist gehorsam und folgt der Stimme Gottes. Das erfordert einen großen Glauben. Wie konnte Josef sicher sein, dass die Stimme des Engels wirklich echt war? Konnte es nicht auch alles Einbildung gewesen sein? Konnte es nicht vielleicht sogar der Teufel gewesen sein, der sich in ein Engelsgewand verkleidet hat? Josef kannte die Stimme Gottes schon, er konnte diese Stimmen unterscheiden. Und er glaubte daran, dass Gott zu ihm durch den Engel sprach.

Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten.

Es ist sehr gut, wenn ein Mensch eine Eingebung von Gott erhält. Aber es erfordert immer auch Glauben. Man muss daran glauben, dass das wirklich von Gott kommt. Und danach zu handeln erfordert noch einmal Glauben. Heute können wir sehr dankbar sein, dass Josefs Glaube stark genug war, dass er diesen Eingebungen gefolgt ist. Dadurch hat er die Heilige Familie gerettet. An dieser Stelle sehen wir deutlich, wie wichtig das prophetische Charisma ist. Dadurch kann Gott uns Menschen retten und vor schlimmen Ereignissen bewahren. Aber nicht immer wird auf die prophetischen Stimmen gehört, weil die Menschen nicht daran glauben.

Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten.

Heute gibt es viele prophetische Stimmen in der Kirche. Ich sehe zwei Orte, wo das Prophetische besonders stark ist: Einmal durch Maria, bei den Marienerscheinungen, und dann in der Charismatischen Erneuerung, wo der Heilige Geist besonders stark verehrt wird. Ich meine, dass wir hier Orientierung von Gott bekommen für den weiteren Weg der Kirche. Gott lässt uns nicht im Stich. Er spricht zu uns. Er gibt uns die Wegweisung die wir benötigen, um vielen Gefahren zu entgehen und die Kirche in die Zukunft zu führen. Mit anderen Worten: Gott führt und rettet auch heute seine Heilige Familie, die Kirche, und dabei ist das prophetische Charisma sehr wichtig.

Gebet:
Jesus, ich danke dir für den Glauben des Heiligen Josef. Er hat deine Stimme erkannt und ist ihr gefolgt. Ich bitte dich für deine Heilige Familie heute, für deine Kirche. Bitte sprich auch heute zu uns, zeige uns deine Wege, und schenke uns den Glauben, deine Wegweisungen anzunehmen. Hilf auch mir persönlich, auf deine Stimme zu hören, und stärke meinen Glauben, dass ich deiner Stimme auch folge.

Pastor Roland Bohnen
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Roland Bohnen Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastorbohnen@me.com www.kirche-selfkant.de <www.kirche-selfkant.de/>