Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war. (Mk 6,55)

05 Woche im Jahreskreis Montag
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,53-56
In jener Zeit fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach Genesaret und legten dort an.
Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort.
Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.
Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.

Tagesimpuls:

Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war. (Mk 6,55)

Es ist wichtig, dass wir unsere Kranken zu Jesus bringen. Die Menschen haben damals große Mühen dafür auf sich genommen, sie sind weit gereist, haben die Menschen auf Tragbahren geschleppt, nur damit Jesus sie berühren konnte. Wer nimmt heute solche Mühen auf sich, um Jesus zu berühren? Viele wissen nicht um die Kraft der Sakramente. Jesus hat uns die Sakramente geschenkt, damit wir ihn auch heute noch körperlich berühren können. Es ist viel zu wenig, wenn wir nur ab und zu mal an Jesus denken. Jesus will, dass wir real zu ihm kommen, dass wir ihn in den Sakramenten geistlich und körperlich berühren. Das geschieht in der Eucharistie, und natürlich auch in der Krankensalbung.

Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.

Dort, wo die Menschen zusammenkommen, um Jesus zu berühren, entsteht auch Gemeinschaft. Wirkliche, reale Gemeinschaft, nicht nur virtuelle oder geistige Gemeinschaft. Es reicht nicht aus, nur Freunde bei Facebook zu haben. Ich muss Menschen real begegnen. Und so reicht es eben auch nicht aus, nur im stillen Kämmerlein Christ zu sein, ich muss real, körperlich Teil der Gemeinschaft um Jesus sein. Dort, wo die Kranken zu Jesus gebracht werden, versammelt sich die Kirche. Ohne die Sakramente gäbe es keine Kirche mehr. Die Sakramente sind die Orte der Gemeinschaft, wo die Menschen Jesus berühren, aber auch einander nah sind.

Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.

Nehme ich diese Gemeinschaft ernst? Habe ich eine reale, lebendige Beziehung zu dieser Gemeinschaft, zur Kirche? Bemühe ich mich, die leidenden Menschen dorthin zu bringen, wo sie Jesus berühren können, zu den Sakramenten, zur Kirche?

Gebet:
Jesus, ich danke dir, dass du Mensch geworden bist und für uns Menschen berührbar bist. Danke auch für die Sakramente, in denen wir dich heute berühren können! Danke für die Menschen, mit denen du uns durch die Sakramente Gemeinschaft schenkst. Herr, hilf uns, dass wir vor allem die Kranken und die Leidenden einladen, dich zu berühren. Auch wenn es uns viel Mühe kostet, hilf uns, die Kranken zu dir zu tragen.

Pastor Roland Bohnen
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Roland Bohnen Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastorbohnen@me.com www.kirche-selfkant.de <www.kirche-selfkant.de/>