PFARRBRIEF – VORWORT

Fastenzeit: Ich will mehr!

Liebe Gemeindemitglieder,
wir nähern uns mit großen Schritten der Fastenzeit. Fragt man den ein oder anderen nach seinen guten Vorsätzen. So hört man oft: weniger Süßigkeiten, weniger Fernsehen, weniger Alkohol, weniger Chatten im Internet.
Dagegen kann man grundsätzlich nichts sagen.
Doch man könnte meinen, Fastenzeit bedeutet: weniger. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Die Fastenzeit möchte uns auf das aufmerksam machen, was wirklich wichtig ist im Leben. Und von dem sollen wir MEHR entdecken.
Zugegeben, das geht besser, wenn wir einerseits auf das verzichten, was uns davon ablenkt, wie z.B. stundenlanges Fernsehen oder ständiges Chatten in „sozialen“ Netzwerken im Internet. Andererseits hilft es auch, dass zu lassen, was uns nicht guttut. Leider bleibt unser Blick leicht beim Verlust haften und lässt die Fastenzeit als ein notwendiges Übel erscheinen. Schade. In der Fastenzeit geht es nicht um weniger, sondern um mehr – um mehr Phantasie, mehr Lebensfreude, mehr Zeit für Gott, den Nächsten und sich selbst. Fastenzeit ist Mehr- Zeit. Sie ist eine Übungszeit, die helfen will, kleine Schritte auszuprobieren hin auf ein anderes Leben. Es ist so lohnend, auf das zu schauen, was ich für
mich und die Menschen um mich herum gewinnen kann. Was brauche ich wirklich im Leben? Eine lebendige Beziehung zu Gott. Gemeinsame Zeit mit Menschen, die mich lieben und die ich liebe. Da wäre es doch mal eine gute Idee, in der
Fastenzeit auf ein „Mehr“ zu achten: Mehr Zeit fürs Gebet, mehr Zeit für die Menschen um mich herum, mehr ……

Ich wünsche Ihnen eine gute Mehr – Zeit.

Gabriele Thönnessen, Gemeindereferentin