STERBEFALL


STERBEFALL


Die Kirche steht den Trauernden Menschen bei und beerdigt die Verstorbenen. Im Sterbefall gibt es zwei kirchliche Feiern, die Heilige Messe für die Seele des Verstorbenen (sog. Exequien) und die kirchliche Beerdigung.

WER FEIERT DIE BEERDIGUNG?
Die Heilige Messe ist ein Sakrament und kann deswegen nur von einem Priester gefeiert werden. Die Beerdigung ist eine Feier, die von jedem kirchlichen Beauftragten gefeiert werden kann, es muss nicht ein Priester sein.

AN WEN MUSS MAN SICH WENDEN?
Die meisten Familien wenden sich inzwischen zuerst an das Beerdigungsinstitut. Dieses stellt dann den Kontakt zur Kirche her. Man kann sich aber auch direkt an den Priester, an das Pfarrbüro oder an einen Mitarbeiter in der Seelsorge wenden. (siehe hierzu unsere Seite mit den Ansprechpartnern). Dies kommt vor allem dann vor, wenn die Familie Trost und Segen vom Seelsorger erwartet, z.B. bei einem sehr plötzlichen Todesfall.

WIE LÄUFT DIE VORBEREITUNG EINER BEERDIGUNG AB?
Als erstes wird der Beerdigungstermin vereinbart. In der Regel sind die Termine von montags bis freitags um 14.30 Uhr möglich, dazu samstags um 11.30 Uhr. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit donnerstags und freitags um 10.00 Uhr. Die Termine können nicht immer nach Wunsch garantiert werden. Die Möglichkeiten der Seelsorger müssen berücksichtigt werden.

Wenn der Termin feststeht, kommt der Seelsorger zu einem Besuch zu den trauernden Angehörigen. Dort wird die Beerdigung vorbesprochen. Häufig kommt es dabei auch zum seelsorglichen Gespräch, das der Familie Trost spendet.

WIE SOLL DER ABLAUF DER GOTTESDIENSTE GENAU SEIN?
In den letzten Jahren kam es zu einer immer größeren Auflösung von traditionellen Formen, so dass es inzwischen eine Vielfalt von Möglichkeiten gibt.

Die Kirche empfiehlt am meisten die Heilige Messe mit dem Sarg oder der Urne in der Kirche, anschließend der Gang zum Friedhof mit der Beerdigung. Im Selfkant gibt es aber auch die Tradition, dass mit der Beerdigung begonnen wird mit anschließender Eucharistiefeier in der Kirche. Den genauen Ablauf sollte man mit dem Beerdigungsinstitut oder dem Seelsorger besprechen.

MUSS MAN EINE TOTENWACHE MACHEN?
Traditionell wurde am Vorabend vor dem Beerdigungstag oder an einem anderen Abend vor der Beerdigung eine Totenwache gehalten, das ist ein gemeinsames Gebet in der Kirche. Dies kann unterschiedlich gestaltet werden, z.B. als Rosenkranzgebet oder als Andacht. Traditionell wurde es von den Nachbarn vorgebetet, heute beten es in der Regel die Lektoren der Gemeinde. Wenn in den Tagen vor der Beerdigung in der Gemeinde eine Abendmesse gefeiert wird, verbinden viele auch gerne die Abendmesse mit der Totenwache. Man muss aber nicht unbedingt eine Totenwache halten, wenn die Familie das nicht wünscht.

SOLL MAN EINE MESSE FEIERN ODER EINEN WORTGOTTESDIENST?
Die Kirche empfiehlt stark, eine Messe zu feiern für die Seele des Verstorbenen. Wir glauben daran, dass die Seele des Verstorbenen bei Gott lebt und das fürbittende Gebet der Kirche, und dabei insbesondere die Messfeier, ihr zugute kommt. Man kann aber auch die Beerdigung in Verbindung mit einem Wortgottesdienst feiern. Die Kirche kann auch an anderer Stelle oder zu einer anderen Zeit noch die Heilige Messe für den Verstorbenen aufopfern.

WELCHE ROLLE SPIELEN DIE BEERDIGUNGSLEITER?
Die Beerdigungsleiter entlasten die Priester, indem sie die seelsorgliche Betreuung der trauerden Familie übernehmen und die Beerdigung halten. Wenn ein Beerdigungsleiter zum Einsatz kommt, feiert der Priester die Heilige Messe; den Vorbereitungsbesuch, die Ansprache und die Beerdigung übernimmt der Beerdigungsleiter. Es kann auch vorkommen, dass der Beerdigungsleiter einen Wortgottesdienst feiert, wenn die Angehörigen keine Messe wünschen.


UNSERE ANSPRECHPARTNER FÜR BEGRÄBNISSE:

Sie können sich gerne an unsere Priester Roland Bohnen und Jose Kallupilankal wenden, ebenfalls an die Gemeindereferentinnen Gabriele Thönnessen und Ruth Quix, und an die Gemeindeassistentin Silke Seefeldt. Als ehrenamtliche Beerdigungsleiter stehen Klaus Kratz, Josef Utt und Leonore van de Kamp zur Verfügung. Zur Kontaktaufnahme gehen Sie bitte zu unserer Seite der Ansprechpartner.

ZU DEN ANSPRECHPARTNERN


WEITERE FRAGEN RUND UM DIE BEGRÄBNISFEIER



Kann man einem Verstorbenen noch die Krankensalbung spenden?

Nein, die Sakramente werden nur lebenden Personen gespendet. Trotzdem kommen die Seelsorger gerne unmittelbar nach dem Sterbefall zu Besuch, um den Verstorbenen zu segnen und den Angehörigen Trost zu spenden.

Wie weit kann man Wünsche einbringen in die Gottesdienstgestaltung?

Grundsätzlich kann man seine persönlichen Wünsche einbringen, insbesondere in Fürbitten und Liedern für den Gottesdienst. Wenn ein besonderer Text zur Würdigung des Verstorbenen vorgelesen werden soll, muss dieser mindestens einen Tag vorher mit dem Seelsorger abgesprochen werden. Ein solcher Text kann entweder am Anfang oder am Ende der kirchlichen Feier vorgetragen werden.

Lieder aus dem Gotteslob können gerne ausgesucht und vorgeschlagen werden. Weltliche Lieder sollten nicht im Gottesdienst gespielt werden. Wenn es unbedingt gewünscht wird, kann ein weltliches Lied ausnahmsweise ganz am Ende des Gottesdienstes gespielt werden.

Wie steht die Kirche zur Urnenbeisetzung?

Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist die Urnenbeisetzung von der Kirche erlaubt und vollkommen gleichwertig zur Beisetzung im Sarg angesehen.

Gibt es Formen, die von der Kirche nicht erlaubt sind?

Die katholische Kirche legt Wert darauf, dass der Glaube an das individuelle Weiterleben der Seele nach dem Tod in der Begräbnisfeier zum Ausdruck gebracht wird. Daher sind von der Katholischen Kirche keine anonymen Beerdigungen erlaubt. Das heißt, bei jeder Beerdigung muss mindestens ein Namensschild oder ein Hinweis auf den Begräbnisort des Verstorbenen existieren. Man muss also auch später noch an den Ort gehen können, wo der Verstorbene bestattet ist und seinen Namen dort finden.

Muss man die Kirche schmücken?

Die meisten Familien sorgen für einen besonderen Blumenschmuck in der Kirche. Wer das möchte, kann sich an den Küster wenden. Dazu wendet man sich am besten an eines der Pfarrbüros. Man muss aber keinen Blumenschmuck selber besorgen. Die Kirche ist in der Regel im Sinne einer Grundausstattung mit einem kleinen Blumengesteck geschmückt.

Was ist, wenn man keinen Seelsorger erreichen kann?

Die Nummer für den Priesternotruf ist 02456 – 4980. Die Beerdigungsunternehmer wissen aber auch wie man die Priester schnell erreichen kann. Trotzdem kann es immer wieder Fälle geben, wo ein Priester nicht sofort erreicht werden kann. Die Priester bemühen sich aber, in Notfällen so schnell wie möglich zu kommen.

Wie kann man dafür sorgen, dass geläutet wird?

Wenn man das Beerdigungsinstitut erreicht hat, sorgt dies für alles weitere, auch für das Leuten.

Wer regelt den Termin für das Sechswochenamt?

Traditionell ist es üblich, nach einem Zeitraum von etwa sechs Wochen noch einmal in einer Messe des Verstorbenen zu gedenken. Meistens stimmt der Beerdigungsunternehmer den Termin mit den Angehörigen und einem der Pfarrbüros ab. Die Angehörigen können selbstverständlich auch selber den Termin im Pfarrbüro abstimmen. Wenn in einer Gemeinde zum Zeitpunkt nach sechs Wochen keine Messe gefeiert wird, kann man die Messe auf einen früheren oder späteren Termin legen. Wenn die Angehörigen kein Sechswochenamt wünschen, muss dies nicht gefeiert werden.



UNSERE KIRCHLICHEN BESTATTUNGEN IM SELFKANT

Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen wir keine Daten der Verstorbenen und deren Bestattungen im Internet veröffentlichen. Aktuelle Bestattung finden Sie in unserem gedruckten Pfarrbrief.