Und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen. (Mk 6,8)

04 Woche im Jahreskreis Donnerstag
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,7-13
In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben,
und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel,
kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.
Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst.
Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.
Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf.
Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Tagesimpuls:

Und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen. (Mk 6,8)

Warum sollen wir nichts mitnehmen? Jesus will uns vor allzu viel Ballast bewahren. Wir sollen flexibel sein, und wir sollen unsere Aufmerksamkeit nicht auf unnötige Dinge lenken. Um alles, was man besitzt, muss man sich auch irgendwie kümmern. Aber das Reich Gottes soll das wichtigste sein. Die anderen Dinge sind nur Nebensache. Wir sollen sie gebrauchen, wenn sie uns helfen bei unserem Einsatz für das Reich Gottes. Wir sollen uns von ihnen trennen, wenn sie uns daran hindern oder unnötig unsere Aufmerksamkeit von unserem Ziel ablenken.

Und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen.

Das heutige Evangelium lädt uns ein, zu fragen, wo wir selber unnötigen Ballast mit uns herumschleppen. Wo kann und soll ich mich von etwas trennen, was mich letztendlich nur ablenkt von meinem Ziel, das Reich Gottes zu verkünden? Auch die Kirche trägt zu viel Ballast. Die Verwaltung nimmt einen ziemlich großen Raum ein. Aber es ist schwer, zu bestimmen, wo wir als Kirche etwas loslassen müssen. Das müssen die Verantwortlichen tun, aber die Gläubigen sollen dann nicht opponieren, sondern die Entscheidungen mittragen. Wenn wir als Kirche wieder glaubwürdig sein wollen, dann müssen wir Ballast abwerfen.

Und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen.

Aber schauen wir lieber bei uns selber. Gibt es Dinge, von denen Jesus mir sagt, dass ich sie loslassen soll? Kann ich mich von Dingen trennen, die mich an der Nachfolge Jesu und an der Verkündigung seines Reiches hindern? Gibt es Dinge, die zu viel Aufmerksamkeit von mir einfordern, die aber gar nicht nötig sind? Jeder kann diese Entscheidung nur im Gespräch mit Jesus treffen. Was sagt Jesus mir heute?

Gebet:
Jesus, ich will offen sein für alles, was du mir sagst. Bitte zeige mir, wo ich Gepäck ablegen soll, was mich an deiner Nachfolge hindert. Hilf mir, dich immer mehr in den Mittelpunkt meines Lebens zu stellen und nichts anderes. Lass es mich auch um der Liebe zu den Menschen tun, denen ich das Evangelium verkünden soll, damit diese Menschen die Frohe Botschaft erfahren und froh werden können.

Pastor Roland Bohnen
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Roland Bohnen Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastorbohnen@me.com www.kirche-selfkant.de <www.kirche-selfkant.de/>